Foto-Abmahnung Knieper Marions Kochbuch

Die Knieper Verwaltungs GmbH lässt durch die Kanzlei CYFIRE UG Abmahnungen wegen der Urheberrechtsverletzung an Fotos von "Marion´s Kochbuchversenden. Der Geschäftsführer, Herr Folkert Knieper, erstellt seit vielen Jahren Lebensmittel-Bilder für die Webseite.  Anwaltlich vertreten wird die Knieper GmbH bei den aktuellen Abmahnungen von der Kanzlei CYFIRE UG aus Frankfurt a.M. 

 

Was ist der Grund der Abmahnung?

Herr Folkert Knieper betreibt das Internetangebot Marions Kochbuch unter www.marions-kochbuch.de und ist, wie er mitteilen lässt, Urheber an sämtlichen dort gezeigten Rezept-Fotos.

Unserem Mandanten wird vorgeworfen, eines dieser Bilder ohne Zustimmung auf seiner eigenen Webseite vervielfältigt und öffentlich zugänglich gemacht zu haben. Damit seien die Urheberrechte der Knieper Verwaltungsgesellschaft verletzt, weshalb diesem unter anderem ein Unterlassungs- und ein Schadensersatzanspruch zustünde. Konkret geht es um das Foto eines Steaks.

Die Abmahnungen des Herrn Knieper sind uns bereits seit vielen Jahren bekannt. Die Anwälte haben über die Jahre gelegentlich gewechselt, der Inhalt der Schreiben bleibt aber im Großen und Ganzen gleich.

Auffällig ist die Zunahme der Verfolgung von Rechtsverletzungen auf der Social Media Plattform Facebook. Zahlreiche Restaurants und Bistros posten dort ihre aktuellen Speisekarten und Angebote. So können sie vom Rechteinaber leicht aufgespührt und dann rechtlich beanstandet werden.   

 

Was fordert die Knieper GmbH?

In der uns vorliegenden Abmahnung macht macht die Knieper Verwaltungsgesellschaft folgende urheberrechtliche Forderungen geltend:

1. Schadensersatz wegen Urheberrechtsverletzung in Höhe von 839 Euro nach MFM zzgl. eines 100%igen Aufschlages wegen fehlender Urheberbenennung, insgesamt also 1.678,00 Euro.

2. Abmahnkosten von 1.054,10 Euro. Den angesetzten Streitwert in Höhe von 9.000,00 Euro für ein einziges Foto stützt die Kanzlei CYFIRE auf etwas angestaubte Beschlüsse aus 2001 bzw. 2013.

3. Schließlich wird die Abgabe einer strafbewehrten Unterlassungserklärung gefordert.

 

Die Höhe der geforderten Zahlungen variiert in den Abmahnschreiben, da dies von der Anzahl und der Nutzungsdauer der Bilder abhängt. Je länger ein Foto genutzt worden ist, je höher ist der Schadensersatz. So wurde für das Posten von zwei Bildern auf Facebook die Zahlung eines Schadensersatzes von EUR 4.345 und Abmahnkosten von EUR 1.375,88 gefordert.

 

Unsere Handlungsempfehlung

Um eine unnötige Ausweitung des Rechtsstreits und weitere Kosten zu vermeiden, empfehlen wir Ihnen folgendes Vorgehen:

1. Nehmen Sie die Abmahnung ernst! Bleibt die Abmahnung unbeantwortet, kann die Gegenseite die erhobenen Forderungen einklagen. 

2. Lassen Sie sich nicht durch die oftmals sehr kurzen Fristen unter Druck setzen.

3. Unterzeichnen Sie nicht die beigefügte Unterlassungserklärung. Diese ist zu weitgehend und braucht so nicht unterschrieben werden. Es gibt keine rechtliche Pflicht, die vorformulierte Erklärung zu unterzeichnen.

4. Vorsicht bei der Kontaktaufnahme mit der Gegenseite! Keine Infos preisgeben! Es sollte vermieden werden, den gegnerischen Rechtsanwälten Informationen beispielswiese über die Nutzungsdauer des Bildes preiszugeben. Ist die Tat erst gestanden, gibt es kein Zurück und für die Anwälte keinen Grund ihre Forderungen eventuell zu reduzieren.

 

Wichtig - umfassende Löschpflicht der Bilder

Besonders wichtig ist, dass die abgemahnte Fotonutzung zum Zeitpunkt der Abgabe der Unterlassungserklärung umfassend und dauerhaft beendet und gelöscht worden ist.

Den Rechtsverletzer trifft eine weitreichende Löschpflicht. Diese Beseitigungspflicht wird in der Praxis nicht selten auf die leichte Schulter genommen. Derjenige, der für die Rechtsverletzung verantwortlich ist - regelmäßig also der Inhaber der Webseite - muss alles unternehmen, um die Rechtsverletzung umfassend aus der Welt zu schaffen.

Dazu gehört auch, etwaige Einträge in den Ergebnissen der Internet-Suchmaschinen löschen zu lassen. Anderenfalls ist der Rechteinhaber aus der Unterlassungserklärung berechtigt, Zahlung einer empfindlichen Vertragsstrafe verlangen, die regelmäßig zwischen 2.500 und 5.000 Euro beträgt.

Weitere Informationen zum Umfang und zur Erfüllung der Löschpflicht nach einer Abmahnung finden Sie in unserem Beitrag: Hinweise zur Löschung von Bildmaterial nach einer Abmahnung.

Sofern Ihnen die Löschung des Bildmaterials Schwierigkeiten bereitet oder Sie unsicher sind, empfehlen wir Ihnen, einen entsprechenden Fachmann zu beauftragen und sich die umfassende Löschung schriftlich bestätigen zu lassen.

 

Kostenfreie Ersteinschätzung

Sie haben eine Abmahnung der Knieper Verwaltungs-GmbH erhalten und sind unsicher, wie Sie weiter vorgehen sollen? Gern unterstützen wir Sie. Nutzen Sie unsere langjährige Erfahrung und vermeiden Sie überhöhte Zahlungen und unnötige Prozesse.

Senden Sie uns das Abmahnschreiben unverbindlich zu und Sie erhalten umgehend eine kostenfreie Ersteinschätzung.

Sie erreichen uns unter

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 Ihre Ansprechpartnerin ist Rechtsanwältin Marion Janke (MLE), Fachanwalt für Urheber- und Medienrecht.

 

 

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