Wadlorf Frommer Deadpool

Mit Abmahnungen geht die Kanzlei Waldorf Frommer gegen die unerlaubte Tauschbörsen-Nutzung des Films "NIGHTCRAWLER" vor und fordert die Zahlung von EUR 915,00.

Im Abmahnschreiben heißt es, es sei festgestellt worden, dass der Film über den Internetanschluss unserer Mandantschaft in einem bittorrent-Netzwerk illegal heruntergeladen und zum Upload bereit gestellt worden sei.

 

Urheberrechtsverletzung durch Tauschbörsen-Download

Tätig werden die Münchener Rechtsanwälte Waldorf Frommer hier für die Firma Tele München Fernseh GmbH & Co Produktionsgesellschaft, die den Film in Deuschland vertreibt.

Im Abmahnschreiben heißt es:

 "Über Ihren Internetanschluss wurden Inhalte unserer Mandantschaft mit Hilfe eines sog. Filesharing-Programmes (P2P-Client) unerlaubt angeboten und dabei an Dritte übertragen."

Es gibt verschiedene Filesharing- bzw. Tauschbörsen-Programme, z.B. Torrent, Vuze (Azureus), Transmission und BitComet für das Filesharing-Protokoll BitTorrent oder eDonkey2000. Häufig ist den Nutzern die tatsächliche Funktionsweise gar nicht bekannt. Rechtlich ist eine tasächliche oder vermeintliche Unkenntnis nicht relevant.

Weiter wird von den Anwälten ausgeführt, dass die Rechtsverletzung gerichtsfest und fehlerfrei von der Firma Digital Forensics Gmbh festgestellt und dokumentiert worden sei.

Uns ist die Abmahnkanzlei Waldorf Frommer seit vielen Jahren, sowohl aus tausenden außergerichtlichen Abmahnungen, diversen Mahnverfahren sowie zahlreichen Klageverfahren bekannt.

 

Was fordert die Tele München?

Die Firma Tele München fordert vom abgemahnten Anschlussinhaber, 

  1. die Abgabe einer strafbewehrten Unterlassungserklärung und
  2. die Zahlung eines Schadensersatzes sowie Anwaltskosten von insgesamt 915,00 EUR.

Regelmäßig liegt der Abmahnung eine vorformulierte Unterlassungserklärung bei, die der Betroffene innerhalb einer kurzen Frist unterzeichnen und zurücksenden soll.

Für den Fall, dass die Ansprüche nicht innerhalb der gesetzten Frist erfüllt werden, wird Klage angedroht.

Aus unserer jahrelangen Erfahrung können wir nicht empfehlen, diese beigefügten Erklärungen voreilig und ohne anwaltliche Prüfung zu unterzeichnen – auch dann nicht, wenn die Frist abzulaufen droht.

 

Wer haftet bei Filesharing-Abmahnungen?

Die Rechtsprechung hat sich seit 2015 zugunsten der Anschlussinhaber entwickelt. Selbst wenn die Rechtsverletzung unter Ihrem Anschluss erfolgt ist, bestehen sehr gute Chancen, die Abmahnung zurückzuweisen oder die Forderung zu reduzieren.

Wenn Ihr Internetanschluss noch von weiteren Personen, wie Familienangehörigen, genutzt wurde, kommen grundsätzlich auch diese Personen als Täter in Betracht. Folglich entfällt die zunächst gegen Sie als den Anschlussinhaber bestehende Tätervermutung.

Sie sind allerdings verpflichtet, der Gegenseite namentlich mitzuteilen, wer den Anschluss genutzt hat (sogenannte sekundäre Darlegungslast), so dass diese in der Lage ist, den Täter gegebenenfalls zu ermitteln.

Allein die Behauptung des Anschlussinhabers "Ich war´s nicht." reicht den Gerichten also nicht aus. Jedoch muss der Anschlussinhaber auch keinen Täter liefern, auch wenn sich regelmäßig die Schreiben der Abmahner so lesen.

Aber nach dem BGH genügt der Anschlussinhaber seiner Darlegungs- und Mitteilungspflicht dadurch,

„dass er dazu vorträgt, ob andere Personen und gegebenenfalls welche anderen Personen selbständigen Zugang zu seinem Internetanschluss hatten und als Täter der Rechtsverletzung in Betracht kommen. In diesem Umfang ist der Anschlussinhaber im Rahmen des Zumutbaren zu Nachforschungen verpflichtet.“ (BGH, Urt. v. 11.06.2015 - I ZR 75/14 Rn. 37 – Tauschbörse III).


Der Anschlussinhaber kann die Abmahnung auch dann zurückweisen, wenn er nachweisen kann, dass sein Netzwerk zum Tatzeitpunkt nicht hinreichend abgesichert war. Denn auch in dieser Konstellation kommen, nach der Rechtsprechung des BGH außer dem Anschlussinhaber selbst auch andere Personen in Betracht, die die abgemahnte Rechtsverletzung begangen haben könnten. Aber auch hier genügt natürlich die bloße Behauptung, dass das WLAN nicht abgesichert war, nicht.

Entspricht der Anschlussinhaber seiner sekundären Darlegungslast, ist es wieder Sache des Abmahners, die für eine Haftung als Täter einer Urheberrechtsverletzung sprechenden Umstände darzulegen und nachzuweisen.

 

Kostenfreie Ersteinschätzung bei Waldorf-Frommer-Abmahnungen

Selbst wenn die Rechtsverletzung unter Ihrem Anschluss erfolgt ist, bestehen sehr gute Chancen, die Abmahnung zurückzuweisen oder die Forderung zu reduzieren.

Für unsere Mandanten haben wir bereits zahlreiche Klagen gegen Abmahner gewinnen können. Sie haben eine Abmahnung von Waldorf Frommer Rechtsanwälte erhalten und sind unsicher, wie Sie reagieren sollen? Wir unterstützen Sie dabei, den Rechtsstreit schnell, sicher und kostengünstig zu beenden.

Senden Sie uns unverbindlich Ihre Abmahnung zu und erhalten Sie umgehend eine kostenlose Ersteinschätzung. 

Sie erreichen uns 

  • per Telefon:0381 - 877 410 310
  • per E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Ihr Ansprechpartner ist Rechtsanwältin Marion Janke (MLE), Fachanwalt für Urheber- und Medienrecht.

 

Bild: Konstan/ Fotolia.com

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