Abmahnung Waldorf Frommer Die Serie "The Gifted" und deren unerlaubte Nutzung in Tauschbörsen ist derzeit Gegenstand von Abmahnungen der Kanzlei Waldorf Frommer. In dem uns vorliegenden Abmahnschreiben geht es um die Folgen "The Gifted - 3 x 1", "The Gifted - Extraction/X-roads" und "The Gifted - Exploited".

 

In dem Abmahnschreiben heißt es, es sei festgestellt worden, dass die Filme über den Internetanschluss unserer Mandantschaft in einem bittorrent-Netzwerk illegal zum Upload bereit gestellt worden seien. Es wird ein vergleichsweiser Abschluss der Urheberrechtsverletzung gegen Zahlung von insgesamt EUR 1.631,30 angeboten.

 

Vorwurf: illegale Nutzung der Serie "The Gifted" in Tauschbörse

Tätig werden die Münchener Rechtsanwälte Waldorf Frommer hier für die Firma Twentieth Century Fox Home Entertainment Germany GmbH, die diese Serie in Deuschland vertreibt.

Im Abmahnschreiben heißt es, "im Rahmen der Ermittlung" sei festgestellt worden, dass die Serie "The Gifted" unter dem Internetanschluss des Abgemahnten "weltweit allen Nutzern der Tauschbörse ´bittorrent´ zum Herunterladen angeboten wurde". Weiter wird ausgeführt, dass zunächst davon ausgegangen wird, dass der Anschlussinhaber auch der Täter ist.

Wir kennen die Abmahnkanzlei Waldorf Frommer seit vielen Jahren, sowohl aus tausenden außergerichtlichen Abmahnungen, diversen Mahnverfahren sowie zahlreichen Klageverfahren.

Wir können daher nicht empfehlen, die beigefügte Unterlassungserklärung ungeändert zu unterzeichnen. Diese ist als Schuldeingeständnis formuliert und beinhaltet die Zahlungsverpflichtung für den Schadensersatz.

 

Wer haftet bei Filesharing-Abmahnungen?

Die Rechtsprechung hat sich seit 2015 zugunsten der Anschlussinhaber entwickelt. Selbst wenn die Rechtsverletzung unter Ihrem Anschluss erfolgt ist, bestehen sehr gute Chancen, die Abmahnung zurückzuweisen oder die Forderung zu reduzieren.

Wenn Ihr Internetanschluss noch von weiteren Personen, wie Familienangehörige, genutzt wurde, kommen grundsätzlich auch diese Personen als Täter in Betracht. Folglich entfällt die zunächst gegen Sie als den Anschlussinhaber bestehende Tätervermutung.

Sie sind allerdings verpflichtet, der Gegenseite namentlich mitzuteilen, wer den Anschluss genutzt hat (sogenannte sekundäre Darlegungslast), so dass diese in der Lage ist, den Täter gegebenenfalls zu ermitteln.

Allein die Behauptung des Anschlussinhabers "Ich war´s nicht." reicht den Gerichten nicht aus.

Diese Darlegungs- und Mitteilungspflicht genügt der Anschlussinhaber dadurch,

„dass er dazu vorträgt, ob andere Personen und gegebenenfalls welche anderen Personen selbständigen Zugang zu seinem Internetanschluss hatten und als Täter der Rechtsverletzung in Betracht kommen. In diesem Umfang ist der Anschlussinhaber im Rahmen des Zumutbaren zu Nachforschungen verpflichtet.“ (BGH, Urt. v. 11.06.2015 - I ZR 75/14 Rn. 37 – Tauschbörse III).

Der Anschlussinhaber kann die Abmahnung auch dann zurückweisen, wenn er nachweisen kann, dass sein Netzwerk zum Tatzeitpunkt nicht hinreichend abgesichert war. Denn auch in dieser Konstellation kommen außer dem Anschlussinhaber selbst auch andere Personen in Betracht, die die abgemahnte Rechtsverletzung begangen haben könnten.

Entspricht der Anschlussinhaber seiner sekundären Darlegungslast, ist es wieder Sache des Abmahners, die für eine Haftung als Täter einer Urheberrechtsverletzung sprechenden Umstände darzulegen und nachzuweisen.

 

Kostenfreie Ersteinschätzung

Selbst wenn die Rechtsverletzung unter Ihrem Anschluss erfolgt ist, bestehen gute Chancen, die Abmahnung zurückzuweisen oder die Forderung zu reduzieren.

Für unsere Mandanten haben wir bereits zahlreiche Klagen gegen Abmahner gewinnen können.

Sie haben eine Abmahnung von Waldorf Frommer Rechtsanwälte erhalten und sind unsicher, wie Sie regieren sollen? Wir unterstützen Sie dabei, den Rechtsstreit schnell, sicher und kostengünstig zu beenden.

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Ihre Ansprechpartnerin ist Rechtsanwältin Marion Janke (MLE), Fachanwältin für Urheber- und Medienrecht.

Bild: ijacky/ Fotolia.com

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