Rostock, 27.01.2015

Fotolia 63355785 XSDie Huber Medien GmbH aus München mahnt die "illegale Nutzung von Stadt- und Landkarten im Internet" ab. Anwaltlich vertreten wird der Kartenverlag in diesem Falle durch die Kanzlei Negele Zimmel Greuter. Bisher wurden die Karten-Abmahnungen der Huber Medien GmbH von den Rechtsanwälten Kuntze, Mayer & Beyer ausgesprochen. Als der Verlag noch unter "Huber Verlag" firmierte war die Kanzlei Frömming & Partner für die Durchsetzung der Urheberrechtsverletzungen zuständig. Auch die Kanzlei Negele Zimmel ist uns bereits seit vielen Jahren aus Filesharing-Abmahnungen von Pornofilmchen bekannt.

In dem uns aktuell vorliegenden Schreiben heißt es, dass Verlag "führender Anbieter von kartografischen Produkten, insbesondere Stadtplänen, Straßen- und Landkarten, Anfahrtsskizzen, Routenplanern etc." An dem verwendeten Kartenausschnitt der Stadt München würden die Huber Medien GmbH die ausschließlichen Nutzungsrechte zustehen, weshalb eine Nutzung ohne Erlaubnis bzw. Lizenzerteilung eine Urheberrechtsverletzung darstellt.

Während in den Abmahnungen der Kanzlei Frömming noch behauptet, dass das Kartenmaterial ursprünglich der BVB-Verlagsgesellschaft gehörte. In den die Kuntze & Partner wird ausgeführt, die Karten seien ursprünglich von Herr Franz Huber erstellt, die urheberrechtlichen Nutzungsrechte dann aber auf die Gesellschaft Huber Medien übertragen worden. Die Rechtekette wird also stetig länger.

Abmahnungsgrund: unlizenzierte Nutzung einer Karte der Huber Medien 

Abmahngrund ist die Urheberrechtsverletzung an einem Kartenausschnitt der Huber Medien GmbH durch Einstellen auf einer gewerblichen Webseite ohne erforderliche Lizenz.

Forderungen der Huber Medien

  • die Löschung des Kartenmaterials sowie die Abgabe einer strafbewehrten Unterlassungserklärung
  • die Zahlung eines Schadensersatz und Erstattung von Rechtsanwaltskosten in Höhe von insgesamt 1.826,80 Euro.

 Unsere Empfehlung

  1. Nehmen Sie die Abmahnung ernst! Reagieren Sie in jedem Falle. Bleibt die Abmahnung unbeantwortet, kann die Gegenseite die erhobenen Forderungen grundsätzlich einklagen. Dies kann unnötige weitere Kosten verursachen.
  2. Nicht voreilig unterschreiben oder zahlen. Lassen Sie sich nicht durch die kurzen Fristen unter Druck setzen.
  3. Nicht die beigefügte Unterlassungserklärung unverändert unterzeichnen! Diese ist zu weitgehend und braucht so nicht unterschrieben werden.

Urheberrecht ist Spezialmaterie! Wir beraten seit über 9 Jahren erfolgreich urheberrechtliche Abmahnungen. Nutzen Sie unsere Erfahrung und vermeiden Sie überhöhte Zahlungen.

Ihre Ansprechpartnerin: Rechtsanwältin Janke (MLE), Fachanwältin für Urheber- und Medienrecht.

Bild: Axel Bueckert/ Fotolia.com