LG München I, Urteil vom 20.02.2019 – 37 O 22800/16

Amazon haftet für urheberrechtswidrige Produktfotos, die von Marketplace-Verkäufern auf die Plattform eingestellt worden sind. Amazon hatte eine Haftung zunächst damit abgelehnt, dass es sich um "Inhalte Dritter" handelt, für die sie nicht verantwortlich sei. Schließlich sei sie - wie ebay - nur Plattformbetreiber und hafte daher erst ab Kenntnis einer Rechtsverleztung auf ihrer Plattform.

Das sahen die Münchener Richter allerdings anders. Amazon könne sich der Haftung hier nicht entziehen, das sie diese Inhalte für die Präsentation eigener Produkte und damit letztlich für eigene Zwecke nutzt. Unter Wertungsgesichtspunkten ist ihr diese Nutzungshandlung daher zuzurechnen, so dass  sie in vollem Umfange für die Urheberrechtsverletzung haftet.

Getty Images Foto-Abmahnung Die Great Bowery spricht aktuell vermehrt Abmahnungen durch die Kanzlei Waldorf Frommer wegen der Urheberrechtsverletzung an ihren Fotos aus. Immer wieder erhalten Webseiten-Betreiber Abmahnschreiben mit erheblichen Schadensforderungen.

Aufgrund unserer langjährigen Erfahrungen im Bereich des Fotorechts können wir für unsere Mandanten die Forderungen der Great Bowery regelmäßig reduzieren und die Angelegenheit sicher und ohne Klage beenden.

Foto Abmahnung StockfoodDie Kanzlei Meissner & Meissner versendet bereits seit vielen Jahren Abmahnungen für die Blom Deutschland GmbH wegen der unlizenzierten Nutzung von Luftbildaufnahmen.

Die Blom Deutschland zählt - nach eigenen Ausführungen -  zu den führenden Unternehmen in den Bereichen Photogrammetrie, CAD- und GIS-Bearbeitung sowie Vermessungswesen. Zu den bekanntesten Produkten gehören Luftbilder.

 

Im Falle einer Urheberrechtsverletzung an einem Foto steht dem Urheber ein Anspruch auf Schadensersatz zu. In der Praxis stellt sich, sowohl für den Fotografen als auch für den Rechtsverletzer, regelmäßig die Frage, wie hoch denn dieser Schadensersatz ist und wie er berechnet wird.

Deshalb möchten wir nachfolgend grundlegend erläutern, wie die Schadensberechnung bei Bildrechtsverletzungen erfolgt.  

Der Betreiber einer Videoplattform muss nur die Post-Adress von Nutzern herausgeben, die urheberrechtlich geschützte Inhalte widerrechtlich auf die Plattform hochgeladen haben. Begeht ein YouTube-Nutzer mit dem hochgeladenen Content eine Urheberrechtsverletzung, ist YouTube nicht verpflichtet, die E-Mail-Adressen, Telefonnummern oder IP-Adresse des Nutzers an den Rechteinhaber herauszugeben. Das geht aus der Urteil des BGH vom 10. Dezember 2020 hervor (BGH Urteil vom 10.12.2020, Az: I ZR 153/17 – YouTube-Auskunft).

Verlagsrecht bei Tod des Autors

Was passiert eigentlich mit meinem Verlagsrecht und meinem Urheberrecht, wenn der Autor verstirbt? Wer darf das Werk bearbeiten? Wer darf über die Verlags- und Urheberrechte bestimmen? Und vor allem: Wer bekommt die Einnahmen und Tantiemen?

Diese Fragen stellen uns Autorinnnen und Autoren regelmäßig, wenn wir ihre Verlagsverträge prüfen und mit ihnen besprechen.

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