Bußgeld für Airbnb Vermietung Die Vermietung einer Wohnung via "Airbnb" als Ferienwohnung ohne behördliche Genehmigung verstößt gegen das Hessische Wohnungsaufsichtsgesetz.

Aufgrund des Verstoßes hatte das Amtsgericht Frankfurt daher im November 2018 eine Geldbuße in Höhe von 6.000,00 Euro gegen den Vermieten verhängt. Gegend dieses Urteil legte die betroffene Vermieterin erfolglos Rechtsbeschwerde ein. Das OLG Frankfurt bestätigte nun die vorinstanzliche Entscheidung (OLG Frankfurt, Urteil vom Az. 2 Ss-OWi 438/19Az. 2 Ss-OWi 438/19).

Die Frau aus Frankfurt am Main muss nun ein saftiges Bußgeld bezahlen, weil sie ohne explizite Erlaubnis ihre Wohnung über Airbnb an Feriengäste vermietete.

In der Pressemitteilung des OLG Frankfurt heißt es:

"Die Betroffene hatte in vier Fällen ihre in Frankfurt am Main gelegene Wohnung über die Plattform „Airbnb“ jeweils über mehrere Tage an Feriengäste zu einem Preis von 125,00 bis 150,00 € pro Nacht vermietet.

Sie war nicht im Besitz der hierfür erforderlichen Genehmigungen. Ihre zuvor mehrfach gestellten Anträge auf Erteilung einer Genehmigung über die Nutzung von Wohnraum als Ferienwohnung hatte die Stadt Frankfurt am Main zurückgewiesen.

Das Amtsgericht Frankfurt am Main hatte die Betroffene mit Urteil vom 30.11.2018 zur Zahlung von Geldbußen in Höhe von insgesamt € 6.000,00 verurteilt.

Durch die Vermietung der Wohnung habe die Betroffene gegen die auf Grundlage des Hessischen Wohnungsaufsichtsgesetzes von der Stadt Frankfurt am Main erlassene Ferienwohnungssatzung verstoßen. Gemäß dieser Satzung können Bußgelder bis zu € 25.000,00 verhängt werde. Bei der Bemessung der Höhe der Geldbußen ist u.a. zu berücksichtigen, dass die Bußgelder die durch die unrechtmäßige Vermietung erlangten Mieteinnahmen übersteigen.

Das OLG hat die gegen das amtsgerichtliche Urteil gerichtete Rechtsbeschwerde als unbegründet verworfen. Die angefochtene Entscheidung weise keine Rechtsfehler zum Nachteil der Betroffenen auf. Das amtsgerichtliche Urteil ist damit rechtskräftig."

 

Fazit

Wer seine Wohnung über Airbnbn vermieten will, muss die gesetzlichen Vorschriften einhalten. In zahlreichen deutschen Städten ist die zeitweise Vermietung von Wohnraum zur Nutzung als Ferienwohnung unzulässig oder erfordert zumindest eine vorerige behördliche Genehmung. Die örtlichen Behörden sind gewarnt und greifen - wie beim Falschparken - durch.

Die Stadt Frankfurt will nicht, dass Airbnb-Vermieter die akute Wohnungsnot noch verschärfen und will daher mit dem Urteil ein Exemel statuieren.

Zudem weist das OLG darauf hin, dass Verstöße gegen die Frankfurter Satzung mit Bußgeld bis zu 25.000 Euro belegt werden können. Bei der Bemessung des Bußgelds sei es wichtig, dass es die durch die unerlaubte Vermietung erlangten Mieteinnahmen übersteigt.

 

------ Zur Information finden Sie nachfolgend die einschlägigen Normen ------

§ 12a Hessisches Wohnungsaufsichtsgesetz Ferienwohnungen

(1) 1 Gemeinden mit angespannten Wohnungsmärkten können durch Satzung, deren Geltungsdauer fünf Jahre nicht überschreiten darf, bestimmen, dass im Gemeindegebiet oder in Teilen davon Wohnraum nur mit Genehmigung zur
1. wiederholten, nach Tagen oder Wochen bemessenen entgeltlichen Überlassung als Ferienwohnung oder
2. Fremdenbeherbergung, insbesondere einer gewerblichen Zimmervermietung oder der Einrichtung von Schlafstellen, genutzt werden darf.

2 Die Satzung muss Vorgaben enthalten, unter welchen Voraussetzungen eine Genehmigung erteilt wird.

3 Die Satzung kann Ausnahmen von der Genehmigungspflicht zulassen, insbesondere für die kurzzeitige Zwischennutzung der Wohnung bei Abwesenheit der Bewohnerin oder des Bewohners, die kurzzeitige Zwischennutzung eines geringen Teils der selbstgenutzten Wohnung und den Bestandsschutz bereits genehmigter Ferienwohnungen.

(2) Angespannte Wohnungsmärkte liegen vor, wenn die ausreichende Versorgung der Bevölkerung mit Wohnraum zu angemessenen Bedingungen besonders gefährdet ist.

13 [1] Bußgeldvorschriften

(1) Ordnungswidrig handelt, wer
1....
5. Wohnraum ohne eine aufgrund einer Satzung nach § 12a erforderliche Genehmigung zu den dort genannten Zwecken überlässt.
(2) Die Ordnungswidrigkeit kann mit einer Geldbuße bis zu fünfundzwanzigtausend Euro geahndet werden. ...

 

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