Rostock, 11.02.2012
Wie die Ostsee Zeitung berichtete, hatte ein 27-Jähriger per Telefon einen anderen Mann bedroht. Dieser jedoch fand seinen Peiniger bei Facebook und informierte die Polizei.

Facebook-Fotos wird Täter zum Verhängnis

Auf Facebook zeigte der Täter Fotos von sich mit einer Waffe. Dies half dem Opfer und der Polizei, den 27 Jahre alten Tatverdächtigen aus Ribnitz-Damgarten (Mecklenburg-Vorpommern) dingfest zu machen und die Waffe zu beschlagnahmen.

Der Täter hatte per SMS und Telefon einen 26-Jährigen bedroht. Dieser erkundigte sich daraufhin daraufhin auf der Social Media Plattform Facebook und stieß dabei auf Bilder, die den 27 Jahre alten Tatverdächtigen mit einer Schusswaffe zeigten. Es bleibt also zu vermuten, dass sich beide sich schon vorher kannten. Denn anhand einer SMS bzw. der Mobilfunk-Nummer dürfte selbst bei Facebook keine konkrete Person zuzuordnen sein - zumindest bleibt dies zu hoffen!

Foto auf Facebook überführt Erpresser und Waffenbesitzer

Nachdem das Opfer die Polizei verständigte worden war, rückte das SEK am Donnerstag aus und die Beamten stellten eine Schreckschusswaffe, Munition und einen Dolch sicher. Der vermeintliche Täter selbst war nach Angaben der Polizei nicht im Haus.

Gegen den 27-Jährigen aus Ribnitz (bei Rostock) wird jetzt wegen Erpressung, Bedrohung und Beleidigung ermittelt. Er soll von dem 26-Jährigen verlangt haben, angebliche Schulden bei der Ex-Freundin über 50 Euro zu begleichen.

Facebook Account beschlagnahmt

Auch der Kollege Rechtsanwalt Stadler berichtet in auf Internet-Law, dass ein Richter in Reutlingen mittels Beschluss den Facebook-Account beschlagnahmt hat, einschließlich sämtlich darunter gespeicherten Emails. Problem in der Vollstreckung liegt allerdings darin, dass Facebook nicht über eine Zweigniederlassung in Deutschland verfügt, sondern nach Irland verweist.

 

Ihre Ansprechpartnerin: Rechtsanwältin Janke, MLE, Fachanwältin für Urheber- und Medienrecht

 

 


 

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