Recht am Bild - MitarbeiterfotosDas Foto einer Mitarbeiterin darf auch nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses weiter zu Illustrationszwecken auf der Homepage des Arbeitgebers verwendet werden. Das hat das Landesarbeitsgericht Köln mit Urteil vom 10.07.2009 (Az. 7 Ta 126/09) entschieden und den Unterlassungs- und Schadensersatzanspruch der Klägerin abgewiesen. 

Fotorecht SchadensberechnungOLG Hamm, Urteil vom 17.11.2015, Az: 4 U 34/15

Leitsatz

Für die unberechtigte Nutzung eines Produktfotos ist ein Schadensersatz von 10,00 € pro Bild angemessen. Maßgeblich für die Schadensberechnung sind nicht die MFM, sondern die Beträge, die der Fotograf mit seinem Auftraggeber vereinbart hat.

fremde Fotos rechtssicher nutzenBilder sind ein muss für jede Webseite und jeden social Media Post. Zahlreiche Online-Bilddatenbanken, wie Pixelio, Fotolia, Aboutpixel und Co. bieten daher mittlerweile Fotos sehr preiswert und teilweise sogar kostenlos an.

Allerdings ist dabei Vorsicht geboten: Haben Sie die Lizenzbedingungen gelesen? Was bedeutet eigentlich "lizenzfrei"? Wie müssen die Urhebernennung und die Quellenangabe aussehen?Nachfolgend erfahren Sie, worauf bei der Verwendung fremder Fotos zu achten ist.

Rostock, 24.06.2015

Fotolia 52141589 XSÖffentlich zugängliche Profilfotos bei Facebook dürfen heruntergeladen und für eigene private Zwecke genutzt werden.

Aber, die fremden Fotos dürfen nicht ohne Erlaubnis weiterverbreitet werden. Das hat das Landesarbeitsgericht Köln mit Urteil vom 19.01.2015 entschieden (Az: 2 Sa 861/13).

Fotorecht SchadensersatzRostock, 05.06.2015

Das Amtsgericht (AG) Köln hatte sich am 01.12.2014 mit der Frage zu beschäftigen, ob die MFM-Honorartabelle auch für Fotos von Laien maßgeblich ist (AG Köln, Az: 125 C 466/14). Die Antwort des Kölner Amtsgerichts lautet kurz und bündig: Nein. Mehr als 20 Euro sei ein privates Foto nicht wert.

Rostock, 29.02.2015

EuGH 

Eine österreichische Fotografin kann auch dann in Österreich klagen, wenn die unerlaubte Nutzung ihres Fotos auf einer Webseite erfolgte, die sich ausschließlich an deutsche Nutzer richtete. Allerdings könne das österreichische Gericht dann auch nur über den Schaden entscheiden, der in Österreich eingetreten se (Urteil des EuGH vom Urteil vom 22. Januar 2015 (Az: C 441/13).