Recht am BildRostock, 24.08.2016

Menschen sind seit jeher das faszinierendste Motiv für Fotografen. Allerdings ist bei jedem Personenfoto das Recht des Abgebildeten an seinem eigenen Bild zu beachten. Das gilt sowohl bei Porträtfotos als auch bei Straßenfotografie, bei Fotos auf öffentlichen Demonstrationen, Sportveranstaltungen oder Konzerten. Die meisten Fotografen wissen das – irgendwie. Wirklich sicher sind sie sich selten.

Daher möchte ich hier die wichtigsten rechtlichen Grundsätze zur Personenfotografie und dem Recht am eigenen Bild erläutern.

Abmahnung Foto ebay

Die Rechtsanwälte Hämmerling von Leitner-Scharfenberg mahnen für Ralph Schneider die Nutzung von Produktfotos auf ebay und auf Ebay-Kleinanzeigen ab.

Da ich bereits zahlreiche Mandanten nach Erhalt dieser Foto-Abmahnungen vertreten habe, möchte ich an dieser Stelle kurz hierüber berichten, was ich davon halte und wie man am besten darauf reagiert.

Recht am Bild öffentliche VeranstaltungDie Teilnahme an einer öffentlichen Veranstaltung ist keine Einwilligung in die generelle Verwendung von Einzelbildern einer Person. Die Tatsache, dass die abgebildete Person das Bild selbst ins Internet gestellt hat, ändert daran nichts. Das hat das OLG Frankfurt am Main mit Urteil vom 21.04.2016 (Az: 16 U 251/15) entschieden.

Foto-Abmahnung von Getty Image

Rostock, 28.06.2016

Die Münchener Kanzlei Waldorf Frommer versendet wieder Abmahnungen für die StockFood GmbH wegen unlizenzierter Fotonutzung. Hauptsächlich mahnen die Rechtsanwälte Waldorf Frommer für große Bildanbieter wie Getty Images, Corbis GmbH, Masterfile GmbH und die DesignPics GmbH ab. Zwar sind uns die StockFood-Abmahnungen schon aus der Vergangenheit bekannt, doch scheint die Agentur aktuell ihre Bildrechte verstärkt zu verteidigen.

Recht am Bild - MitarbeiterfotosDas Foto einer Mitarbeiterin darf auch nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses weiter zu Illustrationszwecken auf der Homepage des Arbeitgebers verwendet werden. Das hat das Landesarbeitsgericht Köln mit Urteil vom 10.07.2009 (Az. 7 Ta 126/09) entschieden und den Unterlassungs- und Schadensersatzanspruch der Klägerin abgewiesen. 

Sexting-FotosRostock, 20.10.2015

Das Amtsgericht Charlottenburg hat im Juli 2015 einen zum Tatzeitpunkt 13 Jahre alten Gymnasiasten zu einer Schmerzensgeld-Zahlung von 1.000 Euro verurteilt (Az: 239 C 225/14). Der Jugendliche hatte sogenannte Sexting-Fotos seiner damaligen Freundin über den Social-Media-Dienst WhatsApp verbreitet.

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