Abmahnung  Nimrod Astragon

Die Kanzlei Nimrod aus Berlin mahnt für die Firma Astragon Entertainment GmbH den unberechtigten Download des Computerspiels LANDWIRTSCHAFTSSIMULATOR ab. Dem Anschlussinhaber wird vorgeworfen, dass die Software unter seinem Internetanschluss in der Tauschbörse Torrent genutzt wurde und dadurch die Urheberrechte der Astragon Entertainment GmbH verletzt hat. Die bekannte Abmahnkanzlei Nimrod fordert die Abgabe einer Unterlassungserklärung, die Zahlung eines Schadensersatzes und Abmahnkosten von insgesamt 850,00 €.

Das Computerspiel Landwirtschaftssimulator oder auch Farming Simulator ist, wie der Name sagt, ein Simulationsspiel, welches von der Firma Giants Software entwickelt wurde. Die Abmahner behaupten insofern, dass die Astragon Entertainment GmbH die exklusiven Vertriebsrechte an dem Spiel für Deutschland hält und daher berechtigt ist, Verletzungshandlungen zu verfolgen.

Reduzierung der Abmahnforderung möglich?

Aufgrund unserer Erfahrung in der Beratung von Filesharing-Abmahnungen und der Vertretung in aktuellen Filesharing- Klagen können wir die Forderungen der Gegenseite für unsere Mandanten regelmäßig reduzieren. Wie berichtet, geht die Kanzlei NIMROD auch für die Firma rondomedia gegen illegale Nutzung von Computerspielen wie beispielsweise EURO TRACK SIMULATOR vor. 

Haften Eltern für Tauschbörsen-Nutzung ihrer Kinder?

Grundsätzlich besteht nach derzeitiger Rechtslage die Vermutung, dass der Anschlussinhaber für die ermittelte  Rechtsverletzung persönlich verantwortlich ist - entweder als Täter oder als sogenannter Störer. Der Täter haftet auf Zahlung des Schadensersatzes und der Abmahnkosten.

Ob diese Täter-Vermutung tatsächlich zutreffend ist, oder ob entkräftet werden kann, kommt immer auf den jeweiligen Einzelfall an.

Die Gerichte gehen jedoch aktuell davon aus, dass die Tätervermutung entfällt, wenn auch andere Personen den jeweiligen Internetanschluss mitnutzen. Dies ist regelmäßig bei Familienanschlüssen bekannt. Dann braucht der Anschlussinhaber nur vortragen, ob und wer den Anschluss noch genutzt hat. Der Anschlussinhaber ist nach der BearShar-Entscheidung des BGH nicht verpflichtet, einen Täter zu ermitteln oder "auszuliefern". 

Als Störer haftet der Anschlussinhaber, der in irgendeiner Weise an der Rechtsverletzung beteiligt war, beispielsweise, weil eer das WLAN nicht hinreichend gesichert oder anderen Personen seinen Internetanschluss zur Verfügung gestellt hat.

Aber selbst wenn die Rechtsverletzung unter ihrem Anschluss erfolgt ist, kann versucht werden, die Forderung zu reduzieren oder gar ganz zurück zu weisen. Denn nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes haften Eltern nicht für die Handlungen ihrer volljährigen Kinder, wenn sie vorher keine Anhaltspunkte dafür hatten, dass ihre Kinder Tauschbörsen nutzen. Gleiches gilt für den Ehe- oder Lebenspartner. Sofern keine Anlass zur Vermutung besteht, dass der Partner Musik oder Filme aus Tauschbörsen nutzt, besteht nach der Rechtsprechung keine Pflicht das Internetverhalten des Partners zu prüfen oder diesen zu belehren. Der Umfang der Aufsichtspflicht der Erziehungsberechtigten hängt vom Alter des Kindes ab.

Aber Vorsicht: Allein die Tatsache, dass das Kind noch minderjährig ist, lässt die Haftung nicht entfallen.

Muss ich die vorformulierte Unterlassungserklärung unterzeichnen?

Nein, der Abgemahnte ist rechtlich nicht verpflichtet, die vorformulierte Erklärung zu unterschreiben. Wir haben bereits Erfahrung mit den Abmahnforderungen der Kanzlei Nimrod und können daher nicht empfehlen, die dem Abmahnschreiben beigefügte Unterlassungserklärung unverändert zu unterzeichnen. Diese ist zu weitgehend und als Schuldanerkenntnis formuliert.

Abgemahnt  – Was tun?

  1. Nehmen Sie die Abmahnung ernst!
  2. Nicht voreilig unterschreiben oder zahlen! Lassen Sie sich nicht durch die kurzen Fristen unter Druck setzen. Diese sind oft unwirksam!
  3. Wir können nicht empfehlen, die der Abmahnung beigefügte Unterlassungserklärung ungeändert zu unterzeichnen. Die Formulierung enthält ein Schuldeingeständnis und die Verpflichtung zur Zahlung des Vergleichsbetrages.

 

Kostenlose Erstberatung

Sie haben eine Abmahnung von der Kanzlei NIMROD bzw. von der Firma Astragon Entertainment erhalten und sind unsicher, wie Sie regieren sollen? Wir unterstützen Sie dabei, den Rechtsstreit schnell, sicher und kostengünstig zu beenden. Nutzen Sie unsere langjährige Erfahrung und vermeiden Sie überhöhte Zahlungen und unnötige Prozesse.

Senden Sie uns unverbindlich Ihre Abmahnung per E-Mail oder Telefax zu und erhalten Sie umgehend eine kostenlose Ersteinschätzung. 

Sie erreichen uns 

  • per Telefon: 0381 - 877 410 310
  • per E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Ihre Ansprechpartnerin ist Rechtsanwältin Marion Janke (MLE), Fachanwalt für Urheber- und Medienrecht.

 

Bild: ijacky/ Fotolia.com

 

Abgemahnt? So reagieren Sie richtig

  1. Nehmen Sie die Abmahnung ernst!
  2. Lassen Sie sich nicht durch die kurzen Fristen unter Druck setzen. Also nicht voreilig unterschreiben oder zahlen.
  3. Unterschreiben Sie nicht ungeprüft die beigefügte Unterlassungserklärung.

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