Abmahnung Filesharing HangoverRostock, 21.08.2016

Die illegale Tauschbörsen-Nutzung des Films Hangover 3 wird derzeit von der Münchener Kanzlei Waldorf Frommer abgemahnt. Waldorf Frommer versendet die Abmahnschreiben im Auftrage der Firma Warner Bros. und fordert die Zahlung von insgesamt 815,00 Euro . 

Uns sind die Rechtsanwälte Waldorf Frommer bereits aus zahlreichen anderen Mandaten bekannt. Wir können daher nicht empfehlen, die beigefügte Unterlassungserklärung ungeändert zu unterzeichnen. Diese ist als Schuldeingeständnis formuliert und beinhaltet die Zahlungsverpflichtung für den Schadensersatz.

Auch Filmmusik von Hangover 3 wird abgemahnt

Seit einiger Zeit wird neben dem Film wird auch die Filmmusik zu Hangover 3 von Rechtsanwalt Sebastian abgemahnt. Rechtsanwalt Daniel Sebastian (DigiRights-Anwalt) versendet im Auftrage von Robert Diggs entsprechende Schreiben und fordert die Zahlung von 600,00 €. Gegenstand ist das Musikwerk "Dark Fantasy", dessen Urheber Robert Diggs angeblich ist.

Forderung des Abmahners Warner Bros. Entertainment

Dem Abgemahnten wird vorgeworfen, den Film "Hangover 3" in einer Internet-Tauschbörse nicht nur herunter, sondern auch für andere zum Download bereit gestellt zu haben. Beanstandet wird also nicht der Download selbst, sondern die Tatsache, dass man den Film durch die eigene Teilnahme an dem Filesharing-Netzwerk weiter verbreitet und damit anderen Nutzern den ebenfalls Download ermöglicht hat.

Abmahnkanzlei: Waldorf Frommer Rechtsanwälte

Die Kanzlei Waldorf Frommer fordert

  • die Abgabe einer strafbewehrten Unterlassungserklärung sowie
  • die Zahlung von Schadensersatz und Abmahnkosten von insgesamt 815,00 €.

Wer haftet für die Tauschbörsen-Nutzung?

Grundsätzlich besteht nach derzeitiger Rechtslage die Vermutung, dass der Anschlussinhaber für die ermittelte  Rechtsverletzung persönlich verantwortlich ist - entweder als Täter oder als sogenannter Störer.

Als Störer haftet derjenige, der in irgendeiner Weise an der Rechtsverletzung beteiligt war, beispielsweise, weil er das WLAN nicht hinreichend gesichert oder anderen Personen seinen Internetanschluss zur Verfügung gestellt hat. Ob diese Täter-Vermutung tatsächlich zutreffend ist, oder ob diese entkräftet werden kann, kommt immer auf den jeweiligen Einzelfall an. 

Aber selbst wenn die Rechtsverletzung unter ihrem Anschluss erfolgt ist, kann versucht werden, die Forderung zu reduzieren oder gar ganz zurückzuweisen.

Denn nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes haften Eltern nicht für die Handlungen ihrer volljährigen Kinder, wenn sie vorher keine Anhaltspunkte dafür hatten, dass ihre Kinder Tauschbörsen nutzen.

Aber Vorsicht: Allein die Tatsache, dass das Kind noch minderjährig ist, lässt die Haftung nicht entfallen. Möglicherweise lässt sich mit dem Vortrag, die als Täter in Frage kommenden Kinder seinen minderjährig, die Täter- oder Störerhaftung der Eltern abwenden. Zudem können die Eltern auch von ihrem Zeugnisverweigerungsrecht in Bezug auf ihre Kinder Gebrauch machen.

BGH: Keine Haftung für Filesharing durch volljährige Mitnutzer

Die Haftung der Anschlussinhaber für Rechtsverletzungen, die durch Mitnutzer des Anschlusses begangen wurden, hat sich deutlich verbessert.

In den aktuellen Tauschbörsen-Urteilen vom 12. Mai 2016 hat der BGH erfreulicherweise erneut bestätigt, dass der Anschlussinhaber nicht für Rechtsverletzungen haftet, die von volljährigen Mitnutzern begangen wurden.

Volljährige Mitnutzer des Anschlusses, wie Familienmitglieder, Gäste oder auch in Wohngemeinschaften brauchen ohne konkreten Anlass nicht belehrt oder das Nutzungsverhalten überprüft werden.

Gleiches gilt für den Ehe- oder Lebenspartner. Sofern kein Anlass zur Vermutung besteht, dass der Partner Musik oder Filme aus Tauschbörsen nutzt, besteht nach der Rechtsprechung keine Pflicht das Internetverhalten des Partners zu prüfen oder diesen zu belehren.

Auch der Arbeitgeber haftet nicht, wenn Mitarbeiter über den Firmenanschluss Tauschbörsen nutzen.

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Abgemahnt? So reagieren Sie richtig

  1. Nehmen Sie die Abmahnung ernst!
  2. Lassen Sie sich nicht durch die kurzen Fristen unter Druck setzen. Also nicht voreilig unterschreiben oder zahlen.
  3. Unterschreiben Sie nicht ungeprüft die beigefügte Unterlassungserklärung.

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