Rostock, 19.01.2015

Abmahnung-Download-64497546Unserer Rostocker Kanzlei für Urheber- und Medienrecht (bundesweite Beratung) wurde heute gleich mehrere Abmahnungen der Rechtsanwälte Waldorf Frommer mit der Bitte um Prüfung vorgelegt. Darin wird dem Anschlussinhaber der unerlaubte Download des Films "MAZE RUNNER - Die Auswerwählten im Labyrinth"  in einer Internet-Tauschbörse vorgeworfen. Mit der Abmahnung werden im Auftrag des Rechteinhabers Twentieth Century Fox Ansprüche auf Unterlassung, Schadensersatz und Ersatz der Rechtsanwaltskosten in Höhe von insgesamt 815,00 Euro geltend gemacht.

 

Maze Runner ist ein US-amerikanischer Science-Fiktion Film, der Mitte Oktober in die deutschen Kinos kam. Die Tatsache, dass sich der Film noch in der aktuellen Auswertungsphase befindet, hat Auswirkungen auf die Höhe des Schadensersatzes.

Das Vorgehen der Kanzlei Waldorf Frommer ist uns bereits seit vielen Jahren bekannt - sowohl aus tausenden außergerichtlichen Abmahnungen, diversen Mahnverfahren sowie Klageverfahren. Wir können daher nicht empfehlen, die beigefügte Unterlassungserklärung  ungeändert zu unterzeichnen. Diese ist als Schuldeingeständnis formuliert und beinhaltet die Zahlungsverpflichtung für den Schadensersatz.

Forderung des Abmahners Twentieth Century Fox

  • Abgabe einer strafbewehrten Unterlassungserklärung
  • Zahlung von insgesamt 815,00 € 

Abgemahnt wegen Maze Runner? Unsere Handlungsempfehlung:

1. Nehmen Sie die Abmahnung ernst!

2. Lassen Sie sich nicht durch die kurzen Fristen unter Druck setzen. Diese sind oft unwirksam! Also nicht voreilig unterschreiben oder zahlen.

3. Wir können nicht empfehlen, die der Abmahnung der Kanzlei Waldorf Frommer  beigefügte Unterlassungserklärung ungeändert zu unterzeichnen. 

Wer haftet für den Downlad des Films? 

Grundsätzlich besteht nach derzeitiger Rechtslage die Vermutung, dass der Anschlussinhaber für die ermittelte Rechtsverletzung persönlich verantwortlich ist - entweder als Täter oder als sogenannter Störer. Als Störer haftet derjenige, der in irgendeiner Weise an der Rechtsverletzung beteiligt war, beispielsweise, weil der das WLAN nicht hinreichend gesichert oder anderen Personen seinen Internetanschluss zur Verfügung gestellt hat. Ob diese Täter-Vermutung tatsächlich zutreffend ist, oder ob entkräftet werden kann, kommt immer auf den jeweiligen Einzelfall an. Aber selbst wenn die Rechtsverletzung unter ihrem Anschluss erfolgt ist, kann versucht werden, die Forderung zu reduzieren oder gar ganz zurück zu weisen. Denn nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes haften Eltern nicht für die Handlungen ihrer volljährigen Kinder, wenn sie vorher keine Anhaltspunkte dafür hatten, dass ihre Kinder Tauschbörsen nutzen. Gleiches gilt für den Ehe- oder Lebenspartner. Sofern keine Anlass zur Vermutung besteht, dass der Partner Musik oder Filme aus Tauschbörsen nutzt, besteht nach der Rechtsprechung keine Pflicht das Internetverhalten des Partners zu prüfen oder diesen zu belehren. Der Umfang der Aufsichtspflicht der Erziehungsberechtigten hängt vom Alter des Kindes ab. Aber Vorsicht: Allein die Tatsache, dass das Kind noch minderjährig ist, lässt die Haftung nicht entfallen. Möglicherweise lässt mit dem Vortrag, die als Täter in Frage kommenden Kinder seien minderjährig, die Täter- oder Störerhaftung der Eltern abwenden. Das heißt jedoch nicht, dass damit die Sache für die Gegenseite beendet ist. Denn es fragt sich regelmäßig, ob nicht das Kind selbst haftet. Kostenlose Erstberatung

 

Nutzen Sie unsere 10-jährige Erfahrung in der Beratung von Filesharing-Fällen und vermeiden Sie überhöhte Zahlungen und unnötige Klagen. Aktuelle Urteile bieten zahlreiche Möglichkeiten sich erfolgreich gegen die hohen Abmahnforderungen von Waldorf Frommer zu wehren. Dies konnten wir in der Praxis schon zahlreiche Mandanten erreichen. Senden Sie uns unverbindlich Ihre Abmahnung als PDF oder Fax zu. Sie erhalten umgehend eine kostenlose Ersteinschätzung und ein Beratungsangebot. Telefonberatung schnell, unkompliziert und bundesweit. Ihre Ansprechpartnerin: Rechtsanwältin Marion Janke (MLE), Fachanwalt für Urheber- und Medienrecht

Bild: ijacky/ Fotolia.com

 

 

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Abgemahnt? So reagieren Sie richtig

  1. Nehmen Sie die Abmahnung ernst!
  2. Lassen Sie sich nicht durch die kurzen Fristen unter Druck setzen. Also nicht voreilig unterschreiben oder zahlen.
  3. Unterschreiben Sie nicht ungeprüft die beigefügte Unterlassungserklärung.

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