Abmahnung-Download-64497546Rostock, 12.01.2015

Die Koch Media GmbH versendet Abmahnungen wegen der unberechtigten Nutzung des Computerspiel "TOMB RAIDER" in Internet-Tauschbörsen. Aktuell liegen uns bereits 3 diesbezügliche Abmahnschreiben vor. Vertreten wird die Koch Media von den Rechtsanwälten Reichelt Klute Assmann, kurz rka.

Wie bereits bei uns berichtet, geht die Koch Media schon seit langem gegen die unberechtigte Ntuzung von Computerspielen in Internet-Tauschbörsen vor. Neben Tomb Raider sind auch folgende PC-Spiele bereits abgemahnt worden:

In dem Forderungsschreiben der Rechtsanwälte .rka heißt es:

"Seit 2013 ist das Computerspiel "Tomb Raider auf dem Markt". Unsere Mandantin hat exklusive Vertriebs- und Verbreitungsrechte an diesem Spiel inne, die ihr von der Fa.Square Enix Ltd., London, übertragen worden sind. ... Über die Ihren Internetanschluss zum Tatzeitpunkt zugeordneten IP-Adressen ist ein Peer-to-Peer-Netzwerk genutzt und eine Datei mit dem urheberrechtlichen geschützten Werk "Tomb Raider" zum Download für Dritte bereit gehanlten und damit widerrechtlich öffentlich zugänglich gemacht worden."

Ein Nachweis über die wirksame Einräumung der erforderlichen urheberrechtlichen Nutzungsrechte an dem Spiel wurden nicht vorgeleget. Auch darüber, wie und mit welcher Software die IP-Adresse des Anschlussinhabers ermittelt worden ist, enthält das Shreiben keine Information.

Was fordert die Koch Media GmbH?

  • Zahlung von Schadensersatz und Abmahnkosten: 800 Euro
  • Abgabe einer strafbewehrten Unterlassungserklärung

Abgemahnt? Was tun?

  1. Nehmen Sie die Abmahnung ernst!
  2. Nicht voreilig unterschreiben oder zahlen! Lassen Sie sich nicht durch die kurzen Fristen unter Druck setzen. Diese sind oft unwirksam!
  3. Wir können nicht empfehlen, die der Abmahnung beigefügte Unterlassungserklärung ungeändert zu unterzeichnen. Die Formulierung enthält ein Schuldeingeständnis und die Verpflichtung zur Zahlung des Vergleichsbetrages. Wofür haftet der Anschlussinhaber bei Tauschbörsen-Abmahnung?

Muss ich die vorformulierte Unterlassungserklärung unterzeichnen?

Nein, der Abgemahnte ist rechtlich nicht verpflichtet, die vorformulierte Erklärung zu unterschreiben. Wir haben bereits Erfahrung mit den Abmahnforderungen der Kanzlei Reichelt Klute Assmann können daher nicht empfehlen, die dem Abmahnschreiben beigefügte Unterlassungserklärung unverändert zu unterzeichnen. Diese ist zu weitgehend und als Schuldanerkenntnis formuliert.

Haften Eltern für Tauchbörsen-Nutzung ihrer Kinder?

Grundsätzlich besteht nach derzeitiger Rechtslage die Vermutung, dass der Anschlussinhaber für die ermittelte  Rechtsverletzung persönlich verantwortlich ist - entweder als Täter oder als sogenannter Störer. Als Störer haftet derjenige, der inirgendeiner Weise an der Rechtsverletzung beteiligt war, beispielsweise, weil der das WLAN nicht hinreichend gesichert oder anderen Personen seinen Internetanschluss zur Verfügung gestellt hat. Ob diese Täter-Vermutung tatsächlich zutreffend ist oder ob entkräftet werden kann, kommt immer auf den jeweiligen Einzelfall an. Selbst wenn die Rechtsverletzung unter ihrem Anschluss erfolgt ist, kann versucht werden, die Forderung zu reduzieren oder gar ganz zurück zu weisen. Denn nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes haften Eltern nicht für die Handlungen ihrer volljährigen Kinder, wenn sie vorher keine Anhaltspunkte dafür hatten, dass ihre Kinder Tauschbörsen nutzen. Gleiches gilt für den Ehe- oder Lebenspartner. Sofern keine Anlass zur Vermutung besteht, dass der Partner Musik oder Filme aus Tauschbörsen nutzt, besteht nach der Rechtsprechung keine Pflicht das Internetverhalten des Partners zu prüfen oder diesen zu belehren. Der Umfang der Aufsichtspflicht der Erziehungsberechtigten hängt vom Alter des Kindes ab.

Aber Vorsicht: Allein die Tatsache, dass das Kind noch minderjährig ist, lässt die Haftung nicht entfallen.

Kostenlose Ersteinschätzung

Lassen Sie sich von einem Fachanwalt beraten, um überhöhte Zahlungen und eine unnötige Ausweitung des Rechtsstreits zu vermeiden. Wir beraten seit über 10 Jahren Tauschbörsen-Abmahnungen und wissen, was zu tun ist.

Rufen Sie uns einfach an oder übersenden Sie uns unverbindlich Ihre Unterlagen. Wir unterbreiten Ihnen umgehend ein Beratungsangebot. Sie erreichen uns unter:

  • Telefon: 0381 – 877 410 310 oder
  • per Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Ihre Ansprechpartnerin: Rechtsanwältin Janke, MLE, Fachanwalt für Urheber- u. Medienrecht.

Bild: ijacky /Fotolia.com

 

 

 

Abgemahnt? So reagieren Sie richtig

  1. Nehmen Sie die Abmahnung ernst!
  2. Lassen Sie sich nicht durch die kurzen Fristen unter Druck setzen. Also nicht voreilig unterschreiben oder zahlen.
  3. Unterschreiben Sie nicht ungeprüft die beigefügte Unterlassungserklärung.

Kostenfreie Erstberatung

Mit unserer langjährigen Erfahrung helfen wir Ihnen, unnötige Zahlungen und Klagen zu vermeiden. Senden Sie uns unverbindlich Ihre Abmahnung und erhalten Sie umgehend eine kostenfreie Ersteinschätzung:

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