Google Bewertung AbmahnungDie Wettbwerbszentrale e.V. mahnt derzeit Hotels und Gaststätten wegen angeblich unzulässiger Google-Bewertungssternen ab.

Der Verein „Zentrale zur Bekämpfung unlauteren Wettbewerbs e.V.“, welcher sich die Bekämpfung wettbewerbswidriger Geschäftspraktiken im Internet auf die Fahnen geschrieben hat, ist der Auffassung, dass die durch den Nutzer bei Google abgegebenen Bewertungen, die Google in den bekannten maximal 5 kleinen Sternchen ausdrückt, wettbewerbswidrig seien.

Falsche Sternenangabe bei Hotels ist irreführend

Grundsätzlich dürfen Hotels nur dann mit einer bestimmten Anzahl an Sternen werben, wenn sie über eine entsprechend eoffizielle Klassifizierung verfügen. Wirbt ein Hotel beispielswiese in seinem Logo oder auf seiner Webseite mit 5 sternen, obwohl es nicht über diese offizielle 5-Sterne-Klassifikation der DEHOGO verfügt, ist das irreführend und kann zu teuren Abmahnungen führen.

Die Wettbwerbszentrale ist der Ansicht, dass der Nutzer die Google-Sterne mit den offiziellen Hotel-Sternen verwechseln könne.

Dem User werde mit den Google-Sternen fälschlicherweise suggeriert, es handele sich dabei um die offiziellen Klassifizierungssterne, die vom Deutschen Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA) vergeben werden, obwohl das jeweilige Restaurant oder Hotel über gar keine oder nur wenige Sterne verfügen würde. Daher sei das Werben der jeweiligen Hotels mit Google-Sternen wettbewerbswidrig und unzulässig, §§ 3 Abs. 1, 5 Abs. 1 UWG; 3 Abs. 3 UWG i.V.m. Anhang Nr. 2.

Sind Google-Bewertungen wettbewerbswidrig?

Wir sehen in den Google-Bewertungssternchen keinesfalls ein wettbewerbswidriges Verhalten. Es fehlt bereits an der Verantwortlichkeit des abgemahnten Hotels. Denn die Bewertungsmöglichkeit und auch die Art und Weise bestimmt Google ohne jemals den Hotelier etc. gefragt zu haben.

Darüber hinaus erblickt der Google-Nutzer in den Sternebewertungen auch keine offizielle Hotel-Klassifizierung, da direkt neben den goldenen Sternen der Hinweis erfolgt, dass es sich um Bewertungen der Gäste handelt. Jeder Nutzer weiß, dass Google-Sterne keine Hotel-Sterne sind.

Aus unserer Sicht völlig nachvollziehbar ist es daher, dass sich die Hotelbetreiber und Gastwirte entschieden gegen den Vorwurf des wettbewerbswidrigen Verhaltens wenden, nachdem ihnen ein entsprechendes Abmahnschreiben zugegangen ist.

Wir vertreten ein Hotel, welches sich in einem gerichtlichen Verfahren gegen den Vorwurf der Wettbewerbszentrale zu Wehr setzt.

Hier ist die Wettbewerbszentrale wohl etwas über das Ziel hinaus geschossen. Warum er sich die einzelnen Hotelbetreiber und Gastwirte vornimmt und nicht den Suchmaschinenriesen Google selbst, lässt Platz für ausreichend Spekulationen.

Es bleibt abzuwarten, ob der Verein mit seiner selbstlosen Mission für Recht und Ordnung im Internetwettbewerb zu sorgen am Ende mit wehenden Fahnen in einem Gerichtsprozess untergeht. Wir werden Sie über den Verlauf und den Ausgang des Verfahrens informiert halten.

Für Fragen stehen wir Ihnen gern zur Verfügung. Schreiben Sie uns einfach ein E-Mail oder rufen Sie uns an:

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Ihre Ansprechpartnerin ist Rechtsanwältin Romy Schult, Fachanwältin für Urheber- und Medienrecht.

 

Abgemahnt? So reagieren Sie richtig

  1. Nehmen Sie die Abmahnung ernst!
  2. Lassen Sie sich nicht durch die kurzen Fristen unter Druck setzen. Also nicht voreilig unterschreiben oder zahlen.
  3. Unterschreiben Sie nicht ungeprüft die beigefügte Unterlassungserklärung.

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